Karatbars-Chef Harald Seiz: Markt stimulieren und Standards setzen – Was macht eigentlich der World Gold Council?

Harald Seiz, CEO von Karatbars
„Der Goldmarkt hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt und ist viel liberaler geworden. Wesentlich mehr Menschen als früher haben nun Zugang zu Gold und können damit handeln“, freut sich Harald Seiz, der mit Karatbars ein globales Affiliate-Marketing-System aufgebaut hat: Über 850.000 Vertriebspartner in mehr als 140 Ländern kooperieren mit Karatbars und vertreiben seine Goldprodukte und Innovationen – und zwar immer mit dem Leitgedanken, Goldbesitz für jeden zu ermöglichen. „Gleichzeitig gibt Karatbars jedem die Chance, eigenständig und von jedem Ort der Welt aus Geld zu verdienen“, betont Harald Seiz. Verantwortlich für diese Entwicklung und Marktöffnung war maßgeblich auch der World Gold Council. Er hat viele Initiativen angeschoben, die diesen Wandel vorangetrieben haben, vor allem in China, Indien und im Nahen Osten. Wer aber steckt hinter dieser Organisation und was macht sie?
Der World Gold Council ist die Marktentwicklungs-Organisation für die Goldindustrie. Ihr Ziel ist es, „die Nachfrage nach Gold zu stimulieren und die globale Autorität auf dem Goldmarkt zu sein“, so die Eigendarstellung. „Der World Gold Council bildet eindeutig eine Macht am Markt – und gibt den Mitgliedern eine starke Stimme“, erklärt Harald Seiz.
Der World Gold Council ist eine Marktmacht
Um Gold auch einer breiten Masse von Anlegern nahezubringen, betreibt die Lobbyorganisation auf gold.org seine Unterseite „Gold Hub“. Dort informiert der WGC über aktuelle Trends, offeriert handfeste Zahlen und natürlich auch über den aktuellen Goldpreis. Der World Gold Council er-stellt Gold-Richtlinien und prägt Qualitätsstandards der gesamten Branche mit. Vor allem in Zeiten „extremer Unsicherheit und rasanten Wandels“ sieht der WGC seine Berechtigung, indem er es „Nationen, Investoren und Haushalten weltweit ermöglicht, ihre finanzielle Zukunft zu schützen“, heißt es da. So wie der Karatbars-Chef Harald Seiz in seiner jahrelangen publizistischen Tätigkeit, stellt auch der World Gold Council die einzigartigen Eigenschaften von Gold als Wertspeicher heraus:
• Beständig im Wert
• Hochliquides und dennoch knappes Gut
• Sicherer Hafen in ungewissen Zeiten
• Ein Element der Risikostreuung, das mit keiner anderen Anlageform korreliert
• Eine Absicherung gegen die Abwertung von Fiat-Währungen
Wer aber sind die Mitglieder des WGC? „Eine illustre Runde, wenn auch nicht so bunt gemischt wie jene der London Bullion Market Association (LBMA). Es sind 26 der weltweit führen-den Goldminenunternehmen, die in mehr als 45 Ländern tätig sind“, erklärt der Karatbars-Chef. Zum Vergleich: Die LBMA zählt 140 Mitglieder, darunter Zentralbanken, Privatinvestoren, Bergbauunternehmen, Hersteller, Raffinerien, Händler, Betreiber von Goldlagern und Werttransport-unternehmen. Im Abbau des Goldes liegt daher der inhaltliche Fokus der praktischen WGC-Arbeit. Dabei reagiert der Verband auch auf Kritik und naheliegende Probleme, etwa in puncto Umweltverschmutzung oder bei sozialen Themen. So wurden die Minenbetreiber dabei unter-stützt, „in potenziell risikoreichen oder von Konflikten betroffenen Gebieten verantwortungsbewusst und transparent zu agieren und ihren bedeutenden Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung nachweisen zu können.“
Der WGC arbeitet über die gesamte Lieferkette hinweg, vom Goldabbau bis zum Verbrauchermarkt. Nicht zufällig ist der WGC denn auch an den bedeutendsten Goldhandelsmärkten der Welt vertreten: In London mit dem Hauptsitz und in New York, gleich zweimal am weltweit größten Goldmarkt in Peking und Shanghai, dicht gefolgt von Indien (Bombay). Ergänzt wird die starke Präsenz in Asien mit einem sechsten Büro in Singapur.
 „Durch seine Tätigkeit hat der WGC maßgeblich die Goldnachfrage angetrieben“, erklärt Seiz. Dabei ist der WGC an allen Fronten unterwegs und entwickelt auch sogenannte Gold-Backed-Lösungen. Etwas, das Harald Seiz nicht so gern sieht: „Solche Derivate bergen das Insolvenzrisiko des Emittenten. Und sollte ein Anleger das Gold einmal benötigen, hat er es nicht in der Hand. Dieser Umstand kann sich gerade in Krisenzeiten – ein Grund, überhaupt in Gold zu investieren – fatal auswirken.“
Seiz empfiehlt daher ausschließlich Investitionen in reales Gold: Ob Barren (je nach Vermögenslage), die bekannten Goldmünzen oder in seine namensgebenden Karatbars – Goldbarren von ein bis fünf Gramm – oder CashGold: Kleinstbarren, eingearbeitet in einem eigens dafür entwickelten Produkt in den Einheiten 0,1 Gramm, 0,2 Gramm und 0,4 Gramm. „Aber auch Aktien von Bergbaufirmen, die Gold schürfen, kommen durchaus in Betracht“, sagt Seiz abschließend – und schlägt damit wieder eine Brücke zum World Gold Council.
Foto: Karatbars
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