Microsoft: Internet Explorer wird nicht weiter entwickelt

Er war fast von Anfang an dabei und gehört zu den bekanntesten Internet-Browsern: der Microsoft Internet Explorer. Doch bald wird es ihn nicht mehr in seiner bekannten Form geben. Wie der Technologiekonzern bekannt gab, wird er seinen beliebten Browser nicht mehr weiter entwickeln, zumindest nicht für den privaten Internetnutzer. Der User muss jedoch nicht komplett auf einen Browser aus dem Hause Microsoft verzichten. Es wird einen Nachfolger geben, dessen Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. „Wir sind zurzeit dabei, eine neue Marke beziehungsweise einen neuen Namen zu entwickeln, der unter Windows 10 zum Einsatz kommt“, teilte Chris Capossela, Marketing-Chef bei Microsoft, mit.

Unter dem neuen Betriebssystem Windows 10 wird der Internet Explorer in einigen Versionen auch weiterhin bestehen, aber nur für Unternehmen. Für den privaten Internetnutzer wird der neue Browser mit dem derzeitigen Decknamen „Project Spartan“ zur Verfügung stehen.

Microsoft hatte in der Vergangenheit immer wieder versucht, das Negativimage des Internet Explorers loszuwerden. Dies gelang jedoch auch mit neuen Ads nicht. Aus diesem Grund steht der bekannte Browser nun vor einer kompletten Neuausrichtung. Ganz überraschend kommt die Wende nicht. Bei seinem Abgang im Dezember vergangenen Jahres signalisierte der ehemalige Manager von Microsoft, der sich für den Bereich Internet Explorer verantwortlich zeichnet, dass eine neue Ära für den Browser beginnen würde.

In den vergangenen Tagen kamen neue Details über Project Spartan an die Öffentlichkeit. So wird Microsoft für den neuen Browser mit Adobe zusammenarbeiten. Wie es aus Tech-Kreisen heißt, helfe Adobe bereits seit einigen Monaten in den Bereichen Layout, Typographie sowie Grafikdesign und Animation. Das Unternehmen unterstützte bereits verschiedene andere Browser wie Safari, Firefox und Chrome und versucht stetig Webstandards weiterzuentwickeln. Weitere Neuigkeiten kündigte Microsoft für Anfang Mai an.

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