Opec erhöht Öl-Förderquote um 400.000 Barrel im Monat

Opec erhöht Öl-Förderquote um 400.000 Barrel im Monat Depositphotos / jeancliclac

Das internationale Öl-Kartell Opec und seine Partnerländer, die Opec+, haben sich in einem kurzfristig einberufenen Online-Ministertreffen am Sonntag auf die Erhöhung der Öl-Förderquoten geeinigt. Ab August werde die Öl-Produktion bis auf Weiteres um jeweils 400.000 Barrel monatlich gesteigert. Dies entspricht mit einem Fassungsvermögen von 159 Liter je Barrel insgesamt 63,6 Millionen Liter Öl. Sollten die Marktbedingungen es zulassen, werde die bestehende Produktionskürzung im September 2022 enden. Seit Beginn der Corona-Pandemie war die Tagesproduktion durch die Opec+ um etwa 9,7 Millionen Barrel gekürzt worden, um die gefallenen Ölpreise aufgrund des Einbruchs der Weltkonjunktur zu stützen. Nach und nach findet nun eine Lockerung dieser Produktionskürzungen statt.

Welche Folgen sich für Autofahrer und Käufer von Heizöl ergeben, ist noch nicht absehbar. Aufgrund des steigenden Angebots ist eine Entspannung der Ölpreise möglich, wie es die zum Wochenstart gefallenen Preise im Vergleich zum letzten Freitag zeigen. Einer Schätzung der »FAZ« zufolge sind die Preise an Tankstellen so teuer wie zuletzt im Herbst 2018. Im Vergleich zum vergangenen, von der Corona-Pandemie geprägten Jahr kostet Kraftstoff momentan etwa 20 Prozent mehr. Am 1. September plant die Opec die nächste Beratung. Aufgrund der bestehenden Gefahr einer neuen Corona-Welle verkündete der saudische Energieminister Abdulaziz bin Salman, dass die Öl-Allianz an ihren monatlichen Treffen zur Einschätzung der aktuellen Marktlage festhalten werde.

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