Finanzen

Rheinmetall steigert Umsatz und Gewinn – Aktie dennoch unter Druck

Hohe Dividende überrascht Anleger, Ausblick sorgt für Zurückhaltung

Rheinmetall profitiert vom globalen Rüstungsboom. Umsatz und Gewinn steigen deutlich, und auch die Dividende fällt höher aus. Dennoch reagiert die Börse zurückhaltend, weil der Ausblick des Konzerns vorsichtiger ausfällt als erwartet.

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12.03.2026

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das Geschäftsjahr 2025 deutlich steigende Umsätze und Gewinne gemeldet. Dennoch reagierten Anleger zurückhaltend, und die Aktie geriet nach Veröffentlichung der Bilanz unter Druck. Grund ist vor allem der vorsichtige Ausblick des Unternehmens für das laufende Jahr.

Der Umsatz des Düsseldorfer Konzerns stieg im vergangenen Jahr um rund 29 Prozent auf etwa 9,94 Milliarden Euro. Gleichzeitig legte das operative Ergebnis um rund ein Drittel auf 1,84 Milliarden Euro zu. Die operative Marge verbesserte sich damit auf 18,5 Prozent. Hintergrund der starken Entwicklung ist vor allem die weltweit steigende Nachfrage nach militärischer Ausrüstung und Munition.

Trotz der positiven Geschäftszahlen fiel die Reaktion der Börse verhalten aus. Investoren reagierten vor allem auf den Ausblick des Unternehmens, der teilweise unter den Erwartungen lag. Rheinmetall stellte zwar weiteres Wachstum in Aussicht, ließ bei Gewinnmargen und freiem Cashflow jedoch vorsichtige Töne erkennen.

Für Aktionäre gab es dennoch eine positive Überraschung: Der Konzern kündigte eine deutlich höhere Dividende an. Für das Geschäftsjahr 2025 sollen 11,50 Euro je Aktie ausgeschüttet werden, nach 8,10 Euro im Vorjahr.

Der Blick nach vorn bleibt dennoch expansiv. Rheinmetall erwartet für das laufende Jahr ein kräftiges Wachstum. Der Konzern prognostiziert einen Umsatzanstieg um 40 bis 45 Prozent auf 14 bis 14,5 Milliarden Euro. Hintergrund sind steigende Verteidigungsausgaben vieler europäischer Staaten und eine anhaltend hohe Nachfrage nach militärischer Ausrüstung.

Damit bleibt Rheinmetall einer der großen Profiteure der weltweiten Aufrüstung. Gleichzeitig zeigt die Börsenreaktion, dass Investoren bei stark gestiegenen Erwartungen inzwischen stärker auf Prognosen und Margenentwicklung achten.

SK

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