Mobilität: Amazon sendet starkes Signal an Autoindustrie

Mobilität: Amazon sendet starkes Signal an Autoindustrie Quelle: Rivian

Amazon ist Onlineversandhändler, Streaming-Plattform, produziert Filme und Serien und noch einiges mehr. Nun steigt das Unternehmen mit einem starken Signal weiter in die Mobilität ein. Zusammen mit anderen Investitionen steckte Amazon 2,5 Milliarden Dollar in das Start-up Rivian, welches elektrische Liefer-Vans entwickelt. Zuvor hatte das Unternehmen schon das Start-up Zoox gekauft.

Die immensen finanziellen Möglichkeiten zusammen mit den Cloud-Rechenkapazitäten des Tochterunternehmens AWS (Amazon Web Services) können Amazon zu einem nicht zu unterschätzendem Konkurrenten der etablierten Autoindustrie und Logistiker machen.

Peter Fintl, Director Technology & Innovation beim Beratungsunternehmen Altran sprach dem Handelsblatt gegenüber, dass Selbstfahrende Lieferwagen gut zum Geschäft von Amazon passen würden. „Sollte es Amazon gelingen, die letzte Meile zu automatisieren, wäre dort eine Kostenersparnis bei der Zustellung von bis zu 40 Prozent möglich“, sagte er dem Handelsblatt.

Amazon dürfte damit auch weiter gehen als bisher schon etablierte Entwickler im Bereich Autonomes Fahren. Waymo, das zu Alphabet gehört, gilt als führend in der Entwicklung von Autonomiesoftware. Sie wollen aber selbst keine Autos bauen. Zoox und Rivian wollen bzw. entwickeln bereits eigene Fahrzeuge. Rivian im Bereich Logistik, es fehlt noch der Partner für das autonome Fahren, und Zoox möchte selbstfahrende E-Taxis auf den Markt bringen. Autonome E-Lieferwägen und autonome Taxis würden das Portfolio des Konzerns erweitern. Amazon hat bei Rivian bereits schon 100.000 nicht autonome Lieferwagen bestellt, die ab 2021 ausgeliefert werden sollen.

Die neuesten Investitionen von Amazon sind ein klares Signal und eine Kampfansage an Autoindustrie und Logistikunternehmen und könnten frischen Wind in die Mobilität und die Entwicklung des Autonomen Fahrens bringen.

 

 

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