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BMW schlägt sich in Branchenkrise besser als die Konkurrenz

Gewinne sinken zwar – doch der Autobauer bleibt profitabler als viele Rivalen

BMW kommt vergleichsweise stabil durch die Krise der Autoindustrie. Der Gewinn sinkt nur leicht, während andere Hersteller deutlich stärkere Einbrüche melden. Elektroautos und eine flexible Produktion helfen dem Konzern, sich im Umbruch der Branche zu behaupten.

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12.03.2026

Der Münchner Autobauer BMW hat für das Geschäftsjahr 2025 zwar einen leichten Gewinnrückgang gemeldet, steht im Vergleich zu vielen Konkurrenten jedoch deutlich stabiler da. Der Nettogewinn sank um rund drei Prozent auf etwa 7,45 Milliarden Euro, während der Vorsteuergewinn auf rund 10,2 Milliarden Euro zurückging.

Trotz der schwierigen Lage in der globalen Automobilindustrie fällt der Rückgang deutlich geringer aus als bei anderen Herstellern. Branchenweit kämpfen Autobauer derzeit mit hohen Investitionen in Elektromobilität, schwacher Nachfrage in China sowie geopolitischen Handelskonflikten. Bei mehreren Wettbewerbern brachen die Gewinne zuletzt deutlich stärker ein.

BMW profitiert unter anderem von seiner Produktionsstrategie. In vielen Werken können Elektroautos, Hybridmodelle und klassische Verbrenner auf denselben Produktionslinien gefertigt werden. Diese Flexibilität ermöglicht es dem Konzern, schneller auf Veränderungen der Nachfrage zu reagieren.

Auch im Bereich Elektromobilität konnte BMW weiter zulegen. Weltweit lieferte der Konzern im Jahr 2025 rund 442000 vollelektrische Fahrzeuge aus. Insgesamt wurden mehr als 642000 elektrifizierte Fahrzeuge verkauft, was einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Gleichzeitig bleibt der Ausblick vorsichtig. Für das Jahr 2026 erwartet der Konzern ein moderates Minus beim Vorsteuergewinn. Belastend wirken vor allem neue Importzölle, Währungseffekte sowie der intensive Wettbewerb im chinesischen Automarkt.

Dennoch sehen viele Branchenbeobachter BMW derzeit als einen der stabileren Hersteller in einer Phase tiefgreifender Transformation der Autoindustrie. Während zahlreiche Wettbewerber drastische Sparprogramme oder Stellenabbau ankündigen, versucht der Münchner Konzern vor allem über Effizienz, Modellstrategie und neue Elektroplattformen seine Position zu sichern.

SK

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