Timotheus Höttges, CEO der Deutschen Telekom
Der Automobilkonzern Mercedes-Benz baut seine Produktion in Ungarn deutlich aus und will dort in den kommenden Jahren tausende neue Arbeitsplätze schaffen. Mittelpunkt der Investitionen ist das Werk im ungarischen Kecskemét, rund 80 Kilometer südöstlich von Budapest.
Das Werk gehört bereits seit Jahren zu den wichtigsten europäischen Produktionsstandorten des Konzerns. Mit neuen Produktionslinien und erweiterten Kapazitäten soll die Fertigung dort weiter ausgebaut werden. Nach Branchenberichten könnte die Erweiterung mehrere tausend zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.
Parallel dazu verändert Mercedes seine Produktionsstruktur innerhalb Europas. Der Konzern verlagert bestimmte Modellreihen schrittweise an Standorte mit geringeren Produktionskosten. So soll unter anderem die Fertigung der A-Klasse aus Deutschland nach Ungarn verlegt werden.
Ungarn entwickelt sich seit Jahren zu einem wichtigen Zentrum der europäischen Autoindustrie. Neben Mercedes betreiben auch Audi und BMW große Werke im Land. Niedrigere Produktionskosten, staatliche Förderprogramme und eine strategische Industriepolitik machen den Standort für internationale Hersteller attraktiv.
Für Deutschland fällt die Entwicklung in eine Phase struktureller Umbrüche der Autoindustrie. Der Wandel zur Elektromobilität, steigende Energiekosten und zunehmender internationaler Wettbewerb führen dazu, dass Hersteller ihre Produktionsnetzwerke stärker international ausrichten. Gleichzeitig versuchen die Unternehmen, Kosten zu senken und Fertigungskapazitäten flexibler zu steuern.
Mit dem Ausbau in Ungarn setzt Mercedes seine Strategie fort, Produktionsstandorte innerhalb Europas stärker zu spezialisieren. Während neue Kapazitäten im Ausland entstehen, konzentrieren sich deutsche Werke zunehmend auf die Entwicklung neuer Modelle, Technologien und Produktionsverfahren.
SK