US-Bank sieht Bitcoin bei 149.000 Dollar

US-Bank JP-Morgan sieht Bitcoin bei 149.000 Dollar Depositphotos.com / ulchik74

Noch am Montag erlebte der Bitcoin den stärksten Einbruch seit März 2020 und nur zwei Tage später bricht die älteste Kryptowährung einen neuen Rekord. Laut dem Analysehaus Coinmarketcap stieg der Bitcoin am Mittwochmorgen auf bis zu 36.361 US-Dollar. Zu Ende des Tages notierte die älteste und wichtigste Kryptowährung bei rund 34.000 US-Dollar. Auf die letzten 24 Stunden gesehen, ein Plus von knapp acht Prozent.

Zum erstenmal bricht der Bitcoin damit die Marke von 36.000 US-Dollar. Noch am Montag war der Kurs um bis zu 17 Prozent eingebrochen und der Bitcoin war zwischenzeitlich weniger als 28.000 US-Dollar wert. Seit März 2020 war dies der größte Tagesverlust der Kryptowährung. Besonders in der letzten Zeit ist die Nachfrage nach Bitcoins stark angestiegen, sowohl von Privatanlegern als auch von institutionellen Investoren. Bitcoin-Experte Timo Emden sieht nach dem Handelsblatt vor allem die Privatanleger als größte Kurstreiber. „Die Privatanleger haben nach wie vor lediglich schlichtweg Angst, etwas zu verpassen und springen teils mit verbundenen Augen in das kalte Becken. Dass selbst kleinste Rücksetzer prompt als Wiedereinstieg wahrgenommen werden, spricht für zahlreiche renditehungrige Spekulanten, welche hinter der Seitenlinie auf Kurseinbrüche warten.“

Auch die kleinsten Rücksetzer des Bitcoins werden von Anlegern als Einstieg gesehen. Dies treibt den Kurs immer weiter in die Höhe. Allein seit September 2020 stieg der Kurs um mehr als 200 Prozent.

In der Fachwelt ist der Bitcoin umstritten. Kritiker der Kryptowährung sehen eine reine Spekulationsblase mit Verweis auf die immensen Kursschwankungen. Für Befürworter etabliert sich der Bitcoin immer mehr als eine ernstzunehmende Alternative für Geldanlagen. Im Oktober gab Paypal bekannt, dass Kunden zukünftig auch Zahlungen mit Bitcoin ermöglichen wird.

Mögliche zukünftige Kursanstiege rangieren im Bereich bis zu 400.000 US-Dollar. Analysten der US-Bank JP Morgan sehen ebenfalls einen noch starken Anstieg. Zuletzt setzten sie das Kursziel des Bitcoins auf 146.000 US-Dollar. Den Analysten zufolge könnte sich die Kryptowährung langfristig als eine Alternative zu Aktien und Anleihen positionieren und ähnlich beliebt werden wie Gold. Die Annahmen stützen sich primär auf das immer weiter steigende Interesse von Profi-Anleger und Millenials an der Kryptowährung. Laut JP Morgan bevorzugen diese zwischen den frühen 190er- bis zu den späten 1990er-Jahren geborenen Menschen eher den Bitcoin, gegenüber dem traditionellem Gold.

 

 

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