Wirtschaft

Deutsche Autohersteller behaupten Spitzenplatz in der EU

Elektromarkt verschiebt sich – Tesla verliert weiter Boden

EVW, BMW und Mercedes erreichen knapp vierzig Prozent Marktanteil in Europa; Tesla verliert deutlich Marktanteile im Jahr 2025.

2 Min.

28.01.2026

Die deutschen Autohersteller VW, BMW und Mercedes haben ihren Spitzenplatz im europäischen Automarkt im Jahr 2025 weiter gefestigt. Nach aktuellen Daten des europäischen Herstellerverbands ACEA erreichten die drei Konzerne gemeinsam einen Marktanteil von 39,9 Prozent des gesamten Fahrzeugabsatzes in Europa, ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden konnte. Gleichzeitig ging der Marktanteil ausländischer Hersteller zurück, wobei der US-Elektroautohersteller Tesla deutliche Verluste verzeichnete.

Der Gesamtmarkt für Pkw in der Europäischen Union, im Vereinigten Königreich und in der EFTA wuchs im Jahr 2025 leicht um etwa 1,8 Prozent auf rund zehn Komma acht Millionen Fahrzeuge, bleibt aber hinter den Vorkrisenwerten von vor der Pandemie zurück. Innerhalb dieses Marktwachstums konnte der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge zulegen, während der Absatz klassischer Verbrenner zurückging. Insgesamt zeigt sich jedoch eine starke Fragmentierung im Wettbewerb.

Für Tesla verlief das Jahr 2025 weniger positiv: In Europa schrumpfte der Absatz des Unternehmens deutlich, sodass sein Marktanteil von rund 2,3 Prozent auf etwa 1,4 Prozent sank. Diese Entwicklung setzt einen Trend fort, der bereits durch stark rückläufige Tesla-Verkäufe in Deutschland und anderen Kernmärkten signalisiert wurde. Laut deutschen Zulassungszahlen fielen Teslas Verkäufe im Dezember in Deutschland um fast die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr, während chinesische Hersteller wie BYD stark zulegten.

Die anhaltenden Marktverschiebungen sind Ausdruck struktureller Veränderungen im europäischen Automobilsektor. Europäische Marken haben ihr Angebot im Bereich elektrischer und hybrider Fahrzeuge ausgebaut und profitieren von einer breiteren Modellpalette, während Tesla mit Absatzrückgängen zu kämpfen hat. Analysten führen dies auf mehrere Faktoren zurück, darunter verstärkte Konkurrenz aus China, veränderte Kaufanreize und eine zunehmende Differenzierung der Verbraucherpräferenzen.

SK

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