Finanzen

DAX im Plus – Anleger hoffen auf Signale der Entspannung beim Trump-Xi-Treffen

Nach den Turbulenzen um Iran-Krieg und Inflation richtet sich der Blick der Börsen nun auf Peking

Die Börsen hoffen auf Entspannung zwischen den USA und China. Im Fokus der Anleger steht heute das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping in Peking. Nach den Turbulenzen durch Iran-Krieg, Inflation und Ölpreisanstieg setzen die Märkte nun auf neue diplomatische Signale. Für den DAX könnte der Gipfel zu einem entscheidenden Stimmungstest werden.

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13.05.2026

Der deutsche Aktienmarkt startet mit vorsichtigem Optimismus in den Handelstag. Der DAX legte am Mittwochmorgen zeitweise um rund 0,7 Prozent auf über 24.100 Punkte zu, nachdem der Leitindex am Vortag wegen der angespannten Lage im Nahen Osten deutlich unter Druck geraten war. Im Mittelpunkt der Märkte steht nun vor allem das mit Spannung erwartete Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking.

Anleger hoffen auf Signale einer Entspannung im Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Im Vorfeld treffen sich bereits US-Finanzminister Scott Bessent und Chinas Vizeministerpräsident He Lifeng zu Gesprächen in Südkorea. Auf der Agenda stehen laut Handelsblatt und n-tv unter anderem US-Zölle, Seltene Erden sowie mögliche chinesische Zusagen beim Kauf amerikanischer Flugzeuge und Agrarprodukte.

Für die Börsen ist das Treffen hochrelevant. Der Konflikt zwischen den USA und China prägt seit Jahren globale Lieferketten, Technologiemärkte und den Welthandel. Gleichzeitig verschärfen der Iran-Krieg, steigende Ölpreise und höhere Inflationsraten die Unsicherheit an den Finanzmärkten. Noch am Dienstag hatte der DAX wegen neuer Sorgen um den Nahostkonflikt rund 1,6 Prozent verloren.

Besonders spannend ist dabei die veränderte geopolitische Ausgangslage. Mehrere Beobachter sehen China vor dem Gipfel derzeit in einer vergleichsweise starken Position. Der Iran-Krieg habe die USA außenpolitisch belastet und Chinas Einfluss in der Region indirekt gestärkt, berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf internationale Experten.

Neben der Geopolitik treiben auch zahlreiche Unternehmenszahlen die Märkte. Im Fokus stehen unter anderem neue Quartalsberichte von Siemens, Allianz, Deutsche Telekom, Eon und RWE. Vor allem Siemens profitiert laut Handelsblatt weiterhin stark vom weltweiten Boom bei Rechenzentren und KI-Infrastruktur.

Die Börsen bewegen sich damit derzeit zwischen Hoffnungen auf diplomatische Entspannung und Sorgen über geopolitische Eskalationen. Für Anleger bleibt entscheidend, ob das Treffen zwischen Trump und Xi tatsächlich neue Bewegung in die festgefahrenen Handels- und Machtkonflikte bringt – oder ob die Spannungen zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten weiter zunehmen.

SK

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