Politik

CDU-Vorstandssitzung deutet inhaltliche Schwerpunkte für Parteitag Ende Februar an

Diskussion über Teilzeit, Rente und Arbeitsmarkt dominiert mediale Debatte

Im Vorfeld des CDU-Parteitags Ende Februar dominieren Diskussionen über Teilzeitrechte, Rentenpolitik und Arbeitnehmerfragen die mediale Debatte über Anträge und Positionen.

3 Min.

05.02.2026

Mit Blick auf den bevorstehenden CDU-Parteitag Ende Februar 2026 läuft in Partei und Öffentlichkeit bereits eine intensive Debatte über die inhaltlichen Anträge und künftigen politischen Schwerpunkte der Union. Mehrere Medienberichte zeichnen ein Bild, in dem sozial- und arbeitsmarktpolitische Themen – insbesondere Rechte für Teilzeitbeschäftigte, Rente und die Zukunft der Arbeit – weit oben auf der Agenda stehen und kontrovers diskutiert werden.

Im Zentrum der Vorab-Diskussion stehen Vorschläge aus dem konservativen Lager, die sich an der Realität veränderter Arbeitsverhältnisse orientieren. Gefordert wird unter anderem eine stärkere rechtliche Absicherung von Teilzeitbeschäftigten, damit unfreiwillige Teilzeit oder mangelnde Aufstiegschancen nicht länger strukturelle Nachteile bedeuten. Debattiert werden unter anderem konkrete Anträge zu verbesserten Mitbestimmungsrechten, Zuverdienstmöglichkeiten und Qualifizierungsanreizen für Beschäftigte mit reduzierter Arbeitszeit.

Parallel dazu ist der Bereich Altersvorsorge und Rentenpolitik ein weiterer Schwerpunkt der medialen Vorberichterstattung. Vor dem Parteitag werden unterschiedliche Positionen sichtbar: Während einige Unionspolitiker betonen, dass das deutsche Rentensystem angesichts einer alternden Gesellschaft stabilisiert und finanziell gesichert werden müsse, plädieren andere dafür, leistungsbezogene Elemente und Anreize für längeres Arbeiten stärker in den Vordergrund zu rücken.

Ein dritter intensiv diskutierter Bereich betrifft die allgemeine Arbeitnehmerpolitik. Beiträge und Kommentare aus Parteikreisen verweisen darauf, dass die CDU künftig stärker als bisher Antworten auf Fragen wie Arbeitszeitflexibilisierung, Qualifizierung im digitalen Wandel und Vereinbarkeit von Arbeit und Familie geben wolle. Angesichts des demografischen Wandels und des fortbestehenden Fachkräftemangels sei es für die Partei wichtig, gesellschaftliche Breitenanliegen mit wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit zu verbinden.

Die mediale Debatte im Vorfeld des Parteitags reflektiert dabei nicht nur inhaltliche Differenzen innerhalb der Union, sondern zeigt auch, wie die CDU versucht, Arbeitnehmerthemen stärker in ihren politischen Kern zu integrieren. Politische Kommentatoren sehen in den vorbereiteten Anträgen den Versuch, traditionelle konservative Positionen mit aktuellen arbeits- und sozialpolitischen Erwartungen in Einklang zu bringen, etwa indem die Rechte der Beschäftigten gestärkt werden, ohne die unternehmerische Freiheit übermäßig zu beschneiden.

Kritiker aus Opposition und Zivilgesellschaft sehen in der Vorab-Debatte hingegen auch Risiken: So wird angemerkt, dass viele Vorschläge zwar wohltönend formuliert seien, aber konkrete gesetzliche Umsetzungspläne oft unklar blieben. Andere Stimmen warnen davor, dass zu weitreichende staatliche Regelungen die Flexibilität des Arbeitsmarkts und die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen belasten könnten.

In Summe zeigt sich, dass der Parteitag Ende Februar bereits im medialen Vorfeld nicht als reine Routineveranstaltung, sondern als politischer Weichenstellungsprozess wahrgenommen wird. Die diskutierten Themen — Teilzeit, Altersvorsorge, Arbeitswelt der Zukunft — deuten darauf hin, dass die CDU versucht, Antworten auf gesellschaftliche Realitäten zu finden und gleichzeitig Wirtschaftskompetenz und soziale Verantwortlichkeit miteinander zu verbinden.

SK

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