Unternehmen

BASF verlagert Teile des Berliner Standorts nach Indien

Konzern reagiert auf Kosten- und Wettbewerbsdruck mit Restrukturierung

BASF plant die Verlagerung von Produktionsbereichen von Berlin nach Indien. Der Chemiekonzern nennt Wettbewerbs- und Kostenfaktoren als Gründe, in Deutschland könnten Arbeitsplätze wegfallen.

2 Min.

13.02.2026

Der Chemiekonzern BASF plant eine teilweise Verlagerung seiner Aktivitäten am Standort Berlin nach Indien. Als Grund nennt das Unternehmen strukturelle Wettbewerbs- und Kostendruckfaktoren. In Berlin sollen dadurch Arbeitsplätze wegfallen, während gleichzeitig der Konzern seine globale Produktions- und Wertschöpfungsstrategie anpasst. 

Nach Angaben von BASF sind von der Standortverlagerung vor allem Bereiche der Produktion und teilweisem Service betroffen. Die Entscheidung solle dazu beitragen, die Ertragslage zu verbessern und den Standort global wettbewerbsfähiger aufzustellen, heißt es aus Unternehmenskreisen. Die genaue Zahl der betroffenen Arbeitsplätze wurde bislang nicht final kommuniziert.

Hintergrund der Entscheidung sind internationale Wettbewerbsbedingungen sowie die zunehmende Bedeutung von Produktionsstandorten in wachstumsstarken Regionen wie Indien. Dort seien im Vergleich zu Deutschland geringere Produktions- und Lohnkosten gegeben, was für einen global operierenden Chemiekonzern eine strategische Entlastung darstelle.

In Deutschland reagierte die Politik auf die Ankündigung mit Forderungen nach klareren Rahmenbedingungen für Industrieinvestitionen, Innovationsförderung und Fachkräftesicherung. Gewerkschaften kritisierten den Schritt als »Angriff auf den Industriestandort“« Gleichzeitig betonte BASF, dass langfristige Investitionen in Forschung, Entwicklung und andere Standorte weiterhin geplant seien.

Die Verlagerungsentscheidung ist Teil einer größeren Restrukturierungs- und Effizienzstrategie des Konzerns, der angesichts globaler Marktverschiebungen seine Produktion und Logistik optimieren will. Diese Entwicklung spiegelt den wachsenden Druck deutscher Industrieunternehmen wider, sich im internationalen Wettbewerb behaupten zu müssen – insbesondere gegenüber Produktionsstandorten mit niedrigeren Kostenstrukturen.

SK

Nach oben