Der deutsche Markt für digitale Display- und Videowerbung wächst weiter deutlich und dürfte 2026 erstmals die Schwelle von 8 Milliarden Euro überschreiten. Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft erwartet einen Umsatz von rund 8,2 Milliarden Euro — nach etwa 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2025. Das entspricht einem Wachstum von rund 8,7 Prozent trotz unsicherer konjunktureller Rahmenbedingungen.
Besonders dynamisch entwickelt sich die Videowerbung im Internet. Sie soll 2026 erstmals die klassische Display-Werbung überholen und mit rund 4,2 Milliarden Euro etwa 51 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen. Display-Formate würden demnach mit rund 4,0 Milliarden Euro auf etwa 49 Prozent kommen.
Ein wesentlicher Wachstumstreiber sind Budgetverschiebungen innerhalb der Werbeausgaben. Unternehmen investieren zunehmend in digitale Kanäle, selbst wenn ihre Gesamtbudgets stagnieren oder sinken. Besonders stark steigerten zuletzt die Branchen Dienstleistungen und Finanzen ihre Online-Werbeinvestitionen.
Auch automatisierte Buchungssysteme gewinnen weiter an Bedeutung. Programmatic Advertising dürfte 2026 etwa 80 Prozent des gesamten digitalen Werbeumsatzes ausmachen. Gleichzeitig wächst die Rolle mobiler Werbeformate, da immer mehr Nutzer Inhalte über Smartphones konsumieren.
Trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit gilt der digitale Werbemarkt damit als krisenresistent. Experten sehen Online-Display- und Videowerbung inzwischen als festen Bestandteil nahezu jeder Mediaplanung.
SK