Herr Schindler, Herr Dr. Chaloupka, der Launch von »swipecor« liegt erst wenige Tage zurück. Warum haben Sie diese Idee gerade jetzt, in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, realisiert?
Bernhard Schindler:
Weil wirtschaftliche Unsicherheit kein Grund ist, auf bessere Lösungen zu verzichten. Sie ist der Grund, sie endlich zu bauen. Ich halte nichts davon, als Unternehmer darauf zu warten, dass einem irgendjemand die perfekten Rahmenbedingungen vor die Tür stellt. Natürlich sind gute Rahmenbedingungen wichtig. Aber bis sie kommen, müssen Unternehmen trotzdem Kunden gewinnen, Rechnungen bezahlen und Perspektiven für ihre Mitarbeiter schaffen. Wer erst handelt, wenn jede Unsicherheit verschwunden ist, wird sehr lange sehr beschäftigt damit sein, nichts zu tun.
Mich beschäftigt seit Jahren ein Widerspruch: Unternehmer investieren unglaublich viel persönliche Energie in Kontakte. Sie fahren zu Veranstaltungen, führen Gespräche, stellen sich vor, tauschen Kontaktdaten aus. Trotzdem bleibt die entscheidende Frage häufig offen: Wer braucht meine Leistung tatsächlich – und wie kommen wir zum richtigen Zeitpunkt miteinander ins Gespräch? Ein voller Veranstaltungskalender ist noch kein voller Auftragseingang. Und eine beeindruckende Kontaktliste bezahlt keine einzige Rechnung.
Genau dort setzen wir mit »swipecor« an. Das ist eine KI-gestützte B2B-Plattform, auf der Unternehmen ihr Angebot und ihren Bedarf zusammenbringen können. Der Einstieg ist der eigene Space, also die digitale Präsenz eines Unternehmens, in der deutlich wird, was es anbietet, was es sucht und wofür es relevant ist. Im Zentrum steht swAIper, unser KI-Businessagent. Er soll aus diesen Informationen passende Geschäftschancen und potenzielle Geschäftspartner sichtbar machen. Das bedeutet: nicht einfach mehr Menschen anzeigen, sondern die Verbindung zwischen einem konkreten Bedarf und einer passenden Lösung herstellen.
Dr. Alexander Chaloupka:
Genau dieser Gedanke war für mich als Unternehmer und später auch als Product Owner entscheidend. Ich habe im Laufe der Entwicklung immer stärker gemerkt, wie viel Potenzial eigentlich in den Informationen steckt, die Unternehmen ohnehin über sich haben. Die Frage ist nur: Was machen wir daraus?
Wir wollten keine weitere Plattform bauen, auf der Unternehmen ein Profil anlegen und anschließend darauf hoffen, dass irgendjemand darauf aufmerksam wird. Wir wollten eine Struktur schaffen, die versteht, was ein Unternehmen kann, was es sucht und welche Möglichkeiten daraus entstehen können.
Ich komme selbst aus dem Unternehmertum und weiß, wie schnell man im Tagesgeschäft gefangen ist. Vertrieb, Produktion, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten – und irgendwo dazwischen soll man auch noch den Markt beobachten und neue Geschäftsmöglichkeiten finden. Genau hier kann Technologie helfen.
Bernhard Schindler:
Gerade in unsicheren Zeiten halte ich das für entscheidend. Ein kleiner Betrieb hat weder unbegrenzt Zeit noch eine riesige Vertriebsabteilung. Ein Mittelständler braucht keine weitere digitale Beschäftigungstherapie. Beide brauchen einen Zugang zu relevanten Möglichkeiten, der nicht zuerst an einer Mitgliedschaft oder einer hohen Eintrittshürde scheitert.
Deshalb kann man seinen Space kostenlos anlegen. »swipecor« hat keine Mitgliedschaft. Ab sofort können Nutzer SwipeCoins sammeln; für jede erfolgreiche Empfehlung gibt es 250 SwipeCoins. Ab dem 1. Oktober 2026 können diese für Leads eingesetzt werden. Damit schaffen wir einen Einstieg, bei dem man die Entwicklung der Plattform aktiv mitgestalten und sich zugleich Möglichkeiten für die eigene Kundengewinnung aufbauen kann.
Dr. Alexander Chaloupka:
Für mich ist dabei wichtig, dass wir die Einstiegshürde bewusst niedrig halten. Ein Unternehmen soll nicht erst viel Geld oder Zeit investieren müssen, bevor es überhaupt versteht, welchen Nutzen »swipecor« bieten kann.
Wir wollen gerade dem Mittelstand eine Art intelligente Recherche- und Matching-Ebene geben, die bisher häufig nur größere Unternehmen mit entsprechenden Ressourcen aufbauen konnten.
Bernhard Schindler:
Für mich ist das die unternehmerische Antwort auf Unsicherheit: nicht noch eine Runde darüber reden, wie schwierig alles ist, sondern etwas schaffen, das Unternehmen konkret weiterbringen soll. Wir können die wirtschaftliche Lage nicht mit einer App wegdiskutieren. Aber wir können daran arbeiten, dass ein Unternehmer den nächsten passenden Kunden nicht dem Zufall überlassen muss.
Geschäftsbeziehungen zu pflegen, galt bislang vor allem eine menschliche Disziplin. Sie setzen auf KI, um diesen Prozess zu unterstützen. Was kann Technologie hier leisten, was der Mensch allein nicht leisten kann?
Bernhard Schindler:
KI soll nicht den Menschen aus der Geschäftsbeziehung nehmen – sie soll den Zufall aus der Anbahnung nehmen. Das ist ein fundamentaler Unterschied. Vertrauen, Verbindlichkeit, Fingerspitzengefühl und die Verantwortung für ein gegebenes Wort bleiben menschlich. Keine Software kann einem Unternehmer abnehmen, zu seinem Angebot zu stehen. Und kein Algorithmus ersetzt das Gespräch, in dem zwei Menschen feststellen: Wir verstehen uns, wir können miteinander arbeiten, wir halten unsere Zusagen.
Dr. Alexander Chaloupka:
Das sehe ich genauso: »swAIper« soll kein digitaler Verkäufer sein, der anstelle des Unternehmers Entscheidungen trifft. Er soll ein intelligenter Assistent sein, der im Hintergrund Informationen zusammenführt und relevante Möglichkeiten sichtbar macht.
Ein Beispiel: Ich sage »swAIper«, dass ich eine Agentur für Marketing und Brand Building suche. Dann möchte ich nicht 200 Suchergebnisse bekommen. Ich möchte verstehen, welche Unternehmen zu meinem Bedarf passen könnten und warum.
Genau diese Zuordnung ist für einen Menschen allein sehr aufwendig. Eine KI kann große Mengen an Informationen schneller miteinander in Beziehung setzen und daraus Vorschläge ableiten.
Bernhard Schindler:
Was ein Mensch aber nur begrenzt leisten kann, ist die fortlaufende Zuordnung vieler Angebote, Bedürfnisse und Veränderungen. Ich kann mich intensiv mit einem Unternehmer beschäftigen und erkennen, wer zu ihm passt. Aber auch mein Tag hat nur 24 Stunden. Ich kann nicht gleichzeitig sämtliche relevanten Entwicklungen aller Unternehmen im Blick behalten. Genau diese Grenze wollen wir mit Technologie verschieben.
Ein Unternehmen bietet beispielsweise eine bestimmte technische Lösung an. Ein anderes Unternehmen sucht Unterstützung für ein Problem, das genau dazu passt, beschreibt seinen Bedarf aber mit anderen Worten. Die beiden müssen sich nicht kennen, sie müssen nicht dieselbe Veranstaltung besuchen und sie müssen auch nicht zufällig im selben Beitrag kommentieren. Entscheidend ist, dass Angebot und Bedarf zusammenpassen. Solche Verbindungen soll »swAIper« anhand der bereitgestellten Informationen leichter erkennbar machen.
Bildlich gesprochen: Siri und Alexa bekommen einen Bruder fürs Business. Er heißt »swAIper«. Nur geht es bei uns nicht um eine nette technische Spielerei, sondern um die Frage: Welche Verbindung könnte für mein Unternehmen geschäftlich relevant sein? Der Space liefert dafür die Grundlage. Wer sein Angebot und seinen Bedarf konkret beschreibt, schafft bessere Voraussetzungen für sinnvolles Matching. Eine KI ist kein Hellseher. Aus einem nichtssagenden Unternehmensprofil wird nicht durch Zauberei ein präziser Geschäftsvorschlag.
Dr. Alexander Chaloupka:
Und genau deshalb haben wir uns in der Entwicklung so intensiv mit der Struktur beschäftigt. Eine KI kann nur so gut arbeiten, wie die Informationen sind, die sie bekommt.
Wir haben über viele Monate daran gearbeitet, Business-Informationen so zu strukturieren, dass daraus tatsächlich relevante Zusammenhänge entstehen können. Für mich ist das ein wesentlicher Teil der eigentlichen Innovation. Die Oberfläche kann am Ende einfach aussehen. Dahinter muss aber eine Struktur stehen, die Business versteht.
Bernhard Schindler:
Der eigentliche Gewinn liegt für mich deshalb auch nicht darin, dass Unternehmer noch mehr Nachrichten bekommen. Davon haben viele längst genug. Der Gewinn soll darin liegen, weniger Zeit mit unpassenden Kontakten zu verbringen und mehr Zeit für die Gespräche zu haben, die tatsächlich eine Perspektive eröffnen. Technologie übernimmt die Unterstützung bei Suche und Zuordnung; der Mensch entscheidet, ob daraus Vertrauen und Zusammenarbeit entstehen. Und eines muss völlig klar bleiben: Ein Match ist noch kein qualifizierter Lead, ein Lead noch kein Auftrag und ein Auftrag noch keine langfristige Kundenbeziehung. Wer diese Unterschiede verwischt, verkauft Erwartungen statt Nutzen. Wir wollen keine künstliche Freundschaft produzieren – wir wollen echte Geschäftsmöglichkeiten zugänglich machen. Den Handschlag müssen Menschen immer noch selbst verantworten.
Rund um KI herrscht derzeit Goldgräberstimmung – gleichzeitig werden Stimmen laut, die vor einer neuen Technologieblase warnen. Was spricht für Sie dafür, dass »swipecor« mehr als ein Produkt des aktuellen Hypes ist?
Bernhard Schindler:
Die zwei Buchstaben »KI« sind kein Geschäftsmodell. Und ein schlechter Prozess wird nicht besser, nur weil man ihm einen Chatbot vor die Nase setzt. Ich finde diese Skepsis deshalb richtig. Unternehmer sollten nicht ehrfürchtig werden, sobald jemand künstliche Intelligenz sagt. Sie sollten fragen: »Welches Problem löst ihr? Für wen? Woran kann ich erkennen, dass es funktioniert? Und was passiert, wenn ich euch nicht mehr bezahle oder eure Plattform nicht mehr nutze – fehlt mir dann tatsächlich etwas?«
Bei »swipecor« beginnt die Idee nicht mit einer Technologie, sondern mit einem Problem aus meiner eigenen Arbeit: Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen Menschen kennen und Menschen im richtigen Moment geschäftlich zusammenbringen. Ich habe über viele Jahre erlebt, wie wertvoll eine einzige passende Verbindung sein kann. Und wie wenig eine große Kontaktmenge bewirkt, wenn niemand daraus Relevanz herstellt. Dieses Problem existiert unabhängig davon, ob KI gerade Schlagzeilen macht.
Dr. Alexander Chaloupka:
Das war auch für mich einer der Punkte, an denen ich gesagt habe: Hier steckt mehr dahinter als ein weiterer KI-Anwendungsfall.
Ich habe die Entwicklung sehr eng begleitet und schließlich als Product Owner die Vision in die tägliche Entwicklung mit dem Team übersetzt. Dabei haben wir immer wieder dieselbe Frage gestellt: »Was bringt dem Unternehmer tatsächlich etwas?«
Nach mehr als 8.000 Stunden Entwicklung geht es deshalb nicht darum, sagen zu können, dass wir technisch viel gebaut haben. Entscheidend ist, ob ein Unternehmer am Ende schneller eine relevante Geschäftsmöglichkeit findet.
Bernhard Schindler:
Wir haben deshalb nicht beschlossen: Wir brauchen unbedingt ein KI-Produkt, suchen wir schnell einen Anwendungsfall. Wir wollten menschliches Matchmaking technologisch skalieren. Dahinter stehen vier Gründer – Jannis Brendel, Josef Köppl, Dr. Alexander Chaloupka und ich – sowie 14 Monate Entwicklung mit knapp 200 Entwicklern. Das zeigt den Aufwand, ist aber ausdrücklich noch kein Erfolgsbeweis. Auch viel Entwicklungsarbeit muss sich am Ende am Nutzen für den Kunden messen lassen.
Dr. Alexander Chaloupka:
Und genau da bin ich sehr konsequent. Wir dürfen uns nicht selbst von unserer eigenen Technologie beeindrucken lassen. Am Ende muss sie im echten Unternehmensalltag funktionieren. Ein Unternehmer möchte nicht morgens eine Stunde lang lernen, wie ein neues System funktioniert. Er möchte seine Arbeit machen. Wenn wir es schaffen, dass »swAIper« im Hintergrund relevante Möglichkeiten erkennt und dem Unternehmer Zeit spart, dann haben wir einen echten Nutzen geschaffen.
Bernhard Schindler:
Wir wollen kein LinkedIn mit einer anderen Farbe bauen. Unser Anspruch ist, dass Unternehmen ihren Space nicht anlegen, weil das Wort KI modern klingt, sondern weil »swAIper« ihnen relevante Geschäftschancen erschließen soll. Ob das gelingt, muss sich an der Qualität der Vorschläge, an tatsächlich zustande kommenden Gesprächen und letztlich am Nutzen für die beteiligten Unternehmen zeigen. Nicht an der Lautstärke unserer Ankündigung. Nicht an der Zahl der Menschen, die einen Beitrag mit einem Daumen versehen. Auch unser Ansatz beim Einstieg gehört dazu: Ein kostenloser Space, keine Mitgliedschaft und SwipeCoins, die gesammelt und für Leads eingesetzt werden können. Wir wollen nicht bloß die Zugehörigkeit zu einer weiteren Plattform verkaufen. Wir wollen konkrete Nutzung ermöglichen. Aber auch dieses Modell muss sich bewähren. Eine kostenlose Registrierung ist noch keine Bestätigung für ein tragfähiges Geschäft. Ich werde deshalb nicht behaupten, wir seien gegen jeden Hype und jede Fehlentwicklung immun. Das wäre genau die Überheblichkeit, die mich an manchen Technologieversprechen stört. Wir müssen liefern. Punkt. Wenn der KI-Hype morgen verschwindet, muss der Nutzen von »swipecor« trotzdem bestehen. Sonst haben wir keine Innovation gebaut, sondern nur eine teure Überschrift.
Welche Auswirkungen wird KI auf die deutsche Unternehmenslandschaft haben – und welche Faktoren entscheiden darüber, welche Lösungen sich langfristig durchsetzen werden?
Bernhard Schindler:
Ich glaube, KI wird vor allem eine Ausrede angreifen: »Das haben wir schon immer so gemacht.« Für mich ist das einer der gefährlichsten Sätze im Unternehmertum. Nicht, weil alles Bestehende schlecht wäre. Sondern weil Erfahrung ihren Wert verliert, wenn sie nur noch dazu dient, jede Veränderung abzuwehren. Wir müssen unterscheiden zwischen dem, was ein Unternehmen wirklich stark macht, und den Abläufen, die lediglich alt geworden sind.
Meine Erwartung ist, dass KI viele Routinetätigkeiten verändern und die Suche, Vorbereitung und Verarbeitung von Informationen beschleunigen wird. Damit verschiebt sich auch die Arbeitsteilung. Ein Unternehmer kann bestimmte Aufgaben möglicherweise mit einem kleineren Team bewältigen oder sein vorhandenes Team für anspruchsvollere Aufgaben einsetzen. Das geschieht aber nicht automatisch. Wer nur eine Software einkauft und weder Prozesse noch Verantwortlichkeiten verändert, hat zunächst einmal eine zusätzliche Software eingekauft. Mehr nicht.
Dr. Alexander Chaloupka:
Ich glaube, dass gerade im Mittelstand ein sehr großes Potenzial liegt. Viele Unternehmen haben hervorragende Produkte und Dienstleistungen, aber nicht die Zeit oder die Strukturen, um permanent nach neuen Kunden, Partnern oder Lösungen zu suchen. Genau hier kann KI einen Unterschied machen. Sie kann Informationen nicht nur schneller verarbeiten, sondern Zusammenhänge erkennen, auf die ein Mensch vielleicht erst nach mehreren Gesprächen oder Recherchen stoßen würde. Das bedeutet für mich aber nicht, dass KI den Unternehmer ersetzt. Im Gegenteil: Sie gibt ihm im besten Fall wieder mehr Zeit für die Dinge, die wirklich menschliche Fähigkeiten brauchen – Entscheidungen, Beziehungen, Verhandlungen und Führung.
Bernhard Schindler:
Gerade für den Mittelstand sehe ich eine Chance, Fähigkeiten zugänglich zu machen, die bislang viel persönliche Zeit oder größere Strukturen erfordern. Bei swipecor betrifft das die Unterstützung bei der Suche nach passenden Geschäftspartnern und Kunden. Nicht jeder Betrieb kann sich eine umfangreiche eigene Organisation für Geschäftsentwicklung aufbauen. Aber jeder Betrieb sollte die Möglichkeit haben, sein Angebot sichtbar zu machen und relevante Nachfrage zu finden. Technologie muss hier entlasten, nicht noch eine Bedienungsanleitung zwischen den Unternehmer und seinen Kunden schieben. Langfristig werden sich aus meiner Sicht die Lösungen durchsetzen, die im Alltag bestehen. Sie müssen ein konkretes Problem lösen, verständlich sein und einen Nutzen liefern, der in einem vernünftigen Verhältnis zum Aufwand steht. Dazu kommen Datenqualität, Verlässlichkeit und Vertrauen. Ein System, dessen Ergebnisse niemand einordnen kann, wird gerade bei wichtigen Entscheidungen auf Grenzen stoßen. Und eine Plattform, die ständig Aufmerksamkeit verlangt, aber nichts Wesentliches zurückgibt, ist kein Fortschritt.
Ebenso wichtig ist die Führung. Mitarbeiter müssen verstehen, warum eine Lösung eingesetzt wird, wie sie damit arbeiten und wo ihre eigene Verantwortung bleibt. Menschen mit dem Satz: »Die KI wird das schon machen« allein zu lassen, ist keine Digitalstrategie, sondern Führungsversagen. Eine KI entbindet den Geschäftsführer weder vom Denken noch von der Verantwortung für sein Unternehmen. Ich wünsche mir deshalb weniger Grundsatztheater und mehr ernsthafte Anwendung: ein klares Problem benennen, eine Lösung erproben, Wirkung überprüfen und aus Fehlern lernen. Auch wir bei swipecor müssen uns genau daran messen lassen. Deutschland wird nicht dadurch zukunftsfähig, dass wir auf jedem Podium über KI sprechen. Sondern dadurch, dass Unternehmen damit nachweisbar besser arbeiten.
Dr. Alexander Chaloupka:
Für mich ist das auch die große Chance von »swipecor«: Wir verändern nicht, was Unternehmen können. Wir verändern, wie schnell sie zueinanderfinden. Deutschland hat unglaublich viele Unternehmen mit Know-how, Produkten und besonderen Kompetenzen. Aber diese Kompetenzen liegen häufig nebeneinander, ohne dass die Unternehmen voneinander wissen. Wenn wir diese Verbindung intelligenter machen, kann daraus enorm viel entstehen.
Unser Gespächspartner:
»Keine Theorie, kein Blabla« – so lautet das Credo von Bernhard Schindler. Der als »Mr. Network« bekannte Unternehmer ist als Investor, Coach und Moderator tätig und fokussiert sich auf Markenaufbau, Interaktion und die Kraft echter Netzwerke.
Unser Gespächspartner:
Dr. Alexander Chaloupka bildet die Schnittstelle zwischen Technologie und Unternehmertum. Bei »swipecor« bringt er diese Expertise als Mitglied des Founder Boards ein und verbindet so Vision und Innovation.