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Nahles: »Dem Arbeitsmarkt fehlt wirtschaftlicher Rückenwind«

Arbeitslosigkeit in Deutschland steigt zum Jahresende weiter

2 Min.

07.01.2026

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist zum Jahresende 2025 erneut gestiegen und bestätigt die anhaltende Flaute auf dem Arbeitsmarkt, wie aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigen. Im Dezember erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 23 000 auf 2 908 000, was 101 000 mehr als im Dezember 2024 bedeutet. Die Arbeitslosenquote kletterte dabei um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Saisonbereinigt, also ohne jahreszeitliche Effekte, nahm die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat um 3 000 Arbeitslose zu, während sie gegenüber Erwartungen unabhängiger Analysten geringer ausfiel. »Dem Arbeitsmarkt fehlt weiterhin wirtschaftlicher Rückenwind«, sagte BA-Chefin Andrea Nahles zur aktuellen Entwicklung.

Die Jahresbilanz 2025 spiegelt für den größten Arbeitsmarkt Europas eine deutliche Schwäche wider. Im Jahresdurchschnitt waren 2 948 000 Menschen ohne Arbeit, 161 000 mehr als 2024 und der höchste Wert seit dem Jahr 2013. Parallel ging die Zahl der bei der BA gemeldeten offenen Stellen auf rund 632 000 zurück, was ein Rückgang um 62 000 gegenüber dem Vorjahr bedeutet und den Druck auf Erwerbssuchende erhöht.

Branchen und Regionen zeigen unterschiedliche Dynamiken, wobei saisonale Effekte wie weniger Neueinstellungen zum Jahreswechsel die Zahlen zusätzlich belasteten. Ökonomen sehen in der stagnierenden Entwicklung ein Zeichen fehlender wirtschaftlicher Dynamik und fordern strukturelle Impulse, um die Beschäftigungsperspektiven zu verbessern.

SK

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